Steckverbinder
4.4.1 Zweck: Connectoren verwalten externe Integrationen und deren Synchronisierungseinstellungen. Ein hier konfigurierter Connector steht bei der Erstellung eines Projekts zur Auswahl bereit. Abbildung 13 - Die Connector-Liste mit der Spalte für die CAPMO-Integration...
4.4.1 Zweck
Connectoren verwalten externe Integrationen und deren Synchronisierungseinstellungen. Ein hier konfigurierter Connector steht bei der Erstellung eines Projekts zur Auswahl bereit.
Abbildung 13 - Die Liste der Connectors mit der CAPMO-Integration
4.4.2 Über CAPMO
CAPMO ist eine Plattform für das Baumanagement, die für den deutschsprachigen Raum (DACH-Region) entwickelt wurde. Sie kommt direkt auf der Baustelle zum Einsatz: Das integrierte Ticketsystem koordiniert Aufgaben und Mängel zwischen dem Projektteam und den Nachunternehmern; zudem bietet die Plattform Funktionen für Bauzeitenpläne, ein digitales Bautagebuch, Plan- und Dokumentenmanagement sowie die Baudokumentation. Auch Nachträge und die am Projekt beteiligten Unternehmen werden darüber verwaltet.
costeo und CAPMO decken somit zwei Hälften desselben Projekts ab. CAPMO bildet das Geschehen auf der Baustelle ab - wer beteiligt ist, was vereinbart wurde und wo Probleme aufgetreten sind; costeo hingegen umfasst die kaufmännischen Aspekte: Budgets, Leistungsverzeichnisse, Rechnungen, Aufmaße, Sicherheitseinbehalte und Zahlungen. Die Schnittstelle sorgt für den Abgleich der beiden Systeme, sodass Projektdaten nicht doppelt gepflegt werden müssen.
4.4.3 Wo CAPMO in costeo erscheint
Hinweis: Die Synchronisationsübersicht in Abschnitt 5.3.4 zeigt Reiter für Projektdetails, Unternehmen, Benutzer, Gewerke, Nachträge und Tickets an - dies bestätigt, dass diese Objekttypen von der Synchronisation erfasst werden. Da Gewerke, Nachträge und Tickets auch direkt in costeo angelegt werden können, sollte das Team bei verknüpften Projekten vereinbaren, welcher Weg jeweils genutzt wird.
Achtung: Legen Sie bei einem verknüpften Projekt innerhalb des Teams fest, welches System für das jeweilige Objekt maßgeblich ist. Wenn ein Nachtrag oder eine Firma in beiden Systemen angelegt werden kann, entstehen durch die Anlage in beiden Systemen Duplikate, die von der Synchronisierung nicht aufgelöst werden können.
4.4.4 Z-Tickets: rechnungsrelevante Daten aus CAPMO
CAPMO verwendet eine Reihe von Tickettypen mit dem Präfix „Z-“, um rechnungsrelevante Werte an die Rechnungsprüfung zu übermitteln. Ihre Kürzel sind deutsche Abkürzungen und entsprechen direkt den in Abschnitt 5.12.3 beschriebenen costeo-Tickettypen - weshalb auch Ticketnummern in costeo diese Präfixe aufweisen können, wie etwa das Ticket GF001 in Abbildung 50.
Hinweis: Diese Zuordnung wurde aus der Dokumentation des früheren, auf CAPMO ausgerichteten Workflows übernommen; dort war festgelegt, dass diese Werte jeweils bei der Erstellung der Rechnungszusammenfassung für den Subunternehmer aktualisiert werden. In der aktuellen Version können Tickets auch direkt in costeo angelegt werden. Klären Sie mit dem Entwicklungsteam ab, ob die Z-Zuordnung weiterhin für synchronisierte Tickets gilt.
4.4.5 Nachträge und die Synchronisationssperre
Eine frühere Dokumentation hält eine wichtige Konsistenzregel für aus CAPMO eingehende Nachträge fest: Änderungen in CAPMO - sei es an Mengen, Dateien oder Status - werden nur so lange in die Rechnungsprüfung übernommen, bis die freigegebenen Nachtragspositionen als Leistungsverzeichnis (LV) hochgeladen und eine dieser Positionen in eine Rechnung einbezogen wurde. Ab diesem Zeitpunkt werden Änderungen aus CAPMO nicht mehr übernommen, damit sich die abgerechneten Daten während der Bearbeitung einer laufenden Rechnung nicht mehr ändern können. Weichen die CAPMO-Daten anschließend von den in costeo gespeicherten Daten ab, erscheint in der Übersicht der Leistungsverzeichnisse ein rotes CAPMO-Symbol bei dem betroffenen Eintrag.
Achtung: Diese Regel wurde für eine frühere Version verfasst; die aktuelle Version sieht stattdessen eine ausdrückliche Überprüfung vor, ob Daten lokal beibehalten oder CAPMO verwendet werden soll (Abschnitt 5.3.4), was sich mit dieser Regel überschneidet. Überprüfen Sie am aktuellen Build, ob der automatische Freeze und das rote Abweichungssymbol weiterhin vorhanden sind, bevor Sie sich auf diese Funktionen verlassen. Aufgeführt in Anhang A.
4.4.6 Hinzufügen eines Connectors
Über die Funktion „Connector hinzufügen“ auf dem Bildschirm „Connectors“ wird eine neue Integration erstellt. Dem QA-Team zufolge fragt der Dialog nach dem Namen des Connectors und dessen API-Schlüssel.
4.4.7 Offene Punkte
In Anhang A sind noch folgende Punkte offen: die genaue Menge der in der jeweiligen Richtung synchronisierten Objekte (über die in den Prüf-Reitern sichtbaren Objekte hinaus), das Vorgehen bei gefüllter Fehlerspalte, die Frage, ob die Regel zum Einfrier-Zeitpunkt für Ergänzungen (Supplement Freeze) sowie das rote Abweichungssymbol aus Abschnitt 4.4.5 weiterhin gelten, sowie der Dialog „Connector hinzufügen“ selbst.