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Kostenverfolgung

5.5.1 Zweck Die Kostenverfolgung bietet einen detaillierten Überblick über den finanziellen Status des Projekts: das aus dem Leistungsverzeichnis (LV) abgeleitete Budget, vergebene Aufträge, Nachträge, Risiken sowie die tatsächlich in Rechnung gestellten und abgerechneten Beträge. Sie ist die zentrale Ansicht für...

5.5.1 Zweck
Die Kostenverfolgung bietet einen detaillierten Überblick über den finanziellen Status des Projekts: das aus dem Leistungsverzeichnis (LV) abgeleitete Budget, vergebene Aufträge, Nachträge, Risiken sowie die tatsächlich in Rechnung gestellten und abgerechneten Beträge. Sie dient als zentrale Ansicht zur Überwachung des Fortschritts und zur Identifizierung von Abweichungen zwischen Plan- und Ist-Kosten.

Abbildung 24 – Kostenverfolgung

5.5.2 Ansichtssteuerelemente 5.5.3 Zusammenfassungskarten
Hinweis: „Abgerechnet“ (Invoiced) und „Aufgemessen“ (Measured) sind unterschiedliche Werte, die in der Regel nicht übereinstimmen. „Abgerechnet“ bezeichnet den in Rechnungen ausgewiesenen Betrag; „Aufgemessen“ ist der Wert der vor Ort anhand von Aufmaßunterlagen verifizierten Leistung – dieser Wert dient als Grundlage für die Rechnungsprüfung. Klären Sie bitte, welchen dieser beiden Werte die Karte „Abgerechnet“ (Billed) in der Übersicht darstellt, da der dort erfasste Wert dem Aufmaßwert entsprach und nicht dem Rechnungsbetrag.

5.5.4 Die Nachverfolgungstabelle
Die Zeilen folgen der Kostengruppenhierarchie nach DIN 276 und sind bis auf die Ebene der einzelnen Gewerke unterteilt, wobei jeweils das beauftragte Unternehmen aufgeführt ist. Ist kein Auftragnehmer zugewiesen, wird das Unternehmen nicht angezeigt. Die Spalten sind wie folgt gruppiert:

5.5.5 Zusammenhang der Zahlenwerte
Die folgenden Zusammenhänge sind in der Schnittstelle selbst angegeben und können als verlässlich gelten:

Achtung: Die Spalte „Abweichung“ enthält den einen Wert, der vor der Veröffentlichung dieses Handbuchs mit dem Entwicklungsteam abgestimmt werden muss. In früheren Unterlagen wird die Differenz als „Rechnungsbetrag minus Auftragswert“ definiert; dies entspricht jedoch nicht dem in den erfassten Daten ausgewiesenen Wert, der vielmehr der „Vertragssumme minus Aufmaßwert“ entspricht. Veröffentlichen Sie keine der beiden Formeln, bevor sie verifiziert wurden. Siehe Anhang B.

Das Risiko wird für jeden Trade direkt in die Tabelle eingetragen. Am unteren Rand befindet sich eine fixierte Summenzeile, die die Werte aller Spalten für das gesamte Projekt zusammenfasst.

5.5.6 Hinzufügen eines manuellen Eintrags
Mit manuellen Einträgen werden Kosten erfasst, die außerhalb des Leistungsverzeichnisses (LV) liegen – beispielsweise Architekten- oder Ingenieurhonorare, Genehmigungsgebühren und Versicherungen – oder Kostendaten, die nicht automatisch importiert werden können. Sie werden direkt eingegeben und gemeinsam mit den aus dem LV stammenden Kosten in die Summen der gewählten Kostengruppe integriert.

  • Öffnen Sie die Kostenverfolgung innerhalb des Projekts.

  • Wählen Sie „Manuelle Eingabe“ aus. Das Dialogfeld „Manuelle Eingabe hinzufügen“ wird geöffnet.

  • Wählen Sie die Kostengruppe (DIN 276) aus. Dies ist obligatorisch. 

  • Geben Sie optional ein Unternehmen ein.

  • Geben Sie die Nettowerte für Auftrag, Zuschlag, Risiko, Fakturiert und Aufmaß ein. Alle fünf Angaben sind obligatorisch.

  • Fügen Sie optional Notizen hinzu.

  • Überprüfen Sie die beiden laufenden Berechnungen, die über den Schaltflächen angezeigt werden, und wählen Sie dann „Eintrag speichern“.

Abbildung 25 – Dialogfeld „Manuellen Eintrag hinzufügen“

Hinweis: Das Dialogfeld zeigt die Vertragssumme als Summe aus Auftragswert und Nachträgen sowie die Prognose einschließlich Risikopuffer an; die Werte werden bei der Eingabe laufend aktualisiert. Da hierbei dieselben Berechnungslogiken wie in der gesamten Kostenverfolgung zum Einsatz kommen, eignet sich das Dialogfeld hervorragend zur Plausibilitätsprüfung der Eingaben vor dem Speichern.